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Ein trockenes Handtuch im Trockner mit nasser Wäsche kann die Trockenzeit deutlich verkürzen und Energie sparen.

Person legt weiße Handtücher in eine Waschmaschine, daneben ein Tisch mit Wäschekorb und Glasgefäß mit Bällen.

Der Summer geht aus, du machst den Trockner auf – und dir sackt kurz das Herz in die Hose. Die Jeans san noch schwer, die Handtücher no feucht, und dieser komische warm-feuchte G’stank fangt eh scho an. Du ziehst halbtrockene Gewand raus, schwörst dir, nächstes Mal kürzere Programme zu fahren, und rechnest im Kopf aus, was der zweite Durchlauf dich diesen Monat kosten wird. Die Energiepreise klettern, du jonglierst Arbeit, Kinder, Alltag – und irgendwie braucht sogar die Wäsche jetzt a Strategie.
Dann haut wer ganz nebenbei raus: „Gib einfach a trockenes Handtuch zu den nassen Sachen dazu. Dann geht’s schneller.“
Klingt nach so einem „Lifehack“, der neben Zahnpasta-am-Spiegel-Tipps g’hört.
Und trotzdem: Der hier funktioniert leise, aber wirklich.

Warum a simples trockenes Handtuch deinen Wäschetag beschleunigen kann

Stell dir a volle Trommel mit gemischter Wäsche vor, die dumpf herumkugelt. A dicker Hoodie verheddert im Polsterüberzug, Socken picken am Badetuch. Der Trockner bläst heiße Luft, dreht, dreht wieder – aber die Feuchtigkeit hängt in den Fasern wie a sturer Gast, der die Party ned verlassen will. Die Maschine macht eh, was sie soll, aber langsam, fast widerwillig.
Gib jetzt a sauberes, trockenes Handtuch in dieselbe Ladung – und auf einmal ändert si die Choreografie. Das Handtuch fährt durch die Wäsche und saugt in den ersten entscheidenden Minuten überschüssige Feuchtigkeit auf. Die Trommel fühlt sich leichter an, die Wärme kommt schneller in die Fasern. Plötzlich is der endlose Durchlauf nimmer ganz so endlos.

A junges Paar, mit dem i g’redt hab, hat diesen „Oma-Tipp“ aus purer Verzweiflung ausprobiert: winzige Stadtwohnung, alter Trockner, Stromrechnung wie a schlechter Schmäh. Vor dem Handtuch-Trick haben’s fast 80 Minuten braucht, bis a schwere Mischladung trocken war. Mit einem großen, trockenen Badetuch dazu is die Durchschnittszeit auf ca. 55–60 Minuten g’fallen – ohne an der Temperatureinstellung zu drehen.
Nach dem ersten Versuch haben’s es ned glauben können. Also haben’s das über an Monat lang mitgeschrieben: Minuten und Programmarten auf am Zettel, der an der Wand gepickt is. Am Monatsende waren’s mehrere Stunden weniger Trocknungszeit – und auf der Stromabrechnung a spürbarer Rückgang.

Was da passiert, is eigentlich simpel: Das trockene Handtuch wirkt am Anfang wie a durstiger Schwamm. Während die Wäsche am nassesten is, nimmt das Handtuch an Teil der Feuchtigkeit auf. Damit is insgesamt weniger Wasser da, das der Trockner verdampfen muss. Die Maschine erreicht schneller ihre optimale Temperatur und muss die heiße Luft ned so lang durchdrücken.
Weniger Zeit, weniger Energie, weniger Verschleiß an den Stoffen. Das is ka Zauberei – das is Physik, die still für dich arbeitet. A kleine Änderung beim Beladen kann verändern, wie sich der ganze Durchlauf verhält.

So verwendest den trockenen-Handtuch-Trick, ohne dass’d dir die Wäsche ruinierst

Der Grundgriff is unkompliziert: Lade deine nasse Wäsche wie immer ein – aber stopf die Trommel ned voll. Lass a bissl Platz, damit die Luft zirkulieren kann. Dann legst ein großes, trockenes Badetuch oben drauf und startest das Programm wie gewohnt.
Nach ca. 15–20 Minuten stoppst den Trockner. Tür auf, das inzwischen feuchte Handtuch rausnehmen und zum Trocknen aufhängen – oder gleich zur nächsten nassen Ladung dazulegen. Tür zu, weiterlaufen lassen. Genau in diesen ersten Minuten leistet das Handtuch die meiste Arbeit.

Ein paar Fallen gibt’s dabei, und die san eh nachvollziehbar: Manche hauen gleich mehrere trockene Handtücher rein nach dem Motto „mehr Handtücher, mehr Tempo“ – und dann is die Trommel so überfüllt, dass gar nix mehr g’scheit trocknet. Andere nehmen a kleines Handtuch, das die halbe Ladung kaum berührt, und sagen dann, der Trick funktioniert ned. Und manche lassen das trockene Handtuch einfach die ganze Zeit drin, bis es genauso patschnass is wie der Rest.
Seien ma ehrlich: Das macht eh niemand jeden einzelnen Tag. Du vergisst es manchmal, oder bist einfach zu fertig – passt scho. Sieh’s als g’scheite Option im Wäsche-Werkzeugkasten, ned als neues Lebensgesetz.

„Seit wir a trockenes Handtuch im Trockner mitlaufen lassen, sparen wir pro Durchlauf um die 20 Minuten“, sagt Carla, Mutter von drei Kindern, die zwei bis drei Ladungen am Tag macht. „Klingt ned nach viel, aber wennst so oft wäschst, fühlt si’s an, als würdest Zeit zurückkaufen, von der du ned einmal gwusst hast, dass’d sie hast.“

Damit’s einfach bleibt, bestimmen viele Familien a fixes „Trockner-Helfer-Handtuch“, das direkt bei der Maschine liegt. An Tagen mit schweren Ladungen greifens automatisch dazu.

  • Für mittlere bis schwere Ladungen: ein großes, sauberes, saugfähiges Badetuch verwenden.
  • Für beste Ergebnisse: nach 15–20 Minuten rausnehmen.
  • Auch mit Trick: die Trommel ned vollstopfen.
  • Vor allem bei schweren Stoffen: Jeans, Hoodies, Handtücher, Bettwäsche.
  • Bei empfindlichen oder hitzeempfindlichen Teilen lieber weglassen.

Mehr als nur a Hack: Was diese Mini-Änderung über unsere Routinen sagt

Wäsche steht bei kaum wem ganz oben auf der „Lebensprioritäten“-Liste – und trotzdem formt’s still unsere Abende und Wochenenden. Diese extra 20 oder 30 Minuten, wo du wartest, bis a sture Ladung endlich trocken is, is Zeit, wo du ned mit deinem Kind liest, ned am Sofa zamkippst, ned mit Freunden telefonierst. A trockenes Handtuch im Trockner is ein Energiespar-Tipp, ja – aber auch a kleine Rebellion gegen die Idee, dass Hausarbeit dir zwangsläufig den Tag auffrisst.
Und dann merkst plötzlich: Wennst diesen winzigen Teil deiner Routine angepasst hast, schaust automatisch nach anderen kleinen Verbesserungen, die kaum Mühe kosten – nur Aufmerksamkeit.

Dazu kommt a psychologischer Shift: Wennst das Gefühl hast, du bist ned völlig ausgeliefert – weder den Geräten noch der Stromrechnung. Du siehst dein Zuhause als etwas, das ma „einstellen“ kann, ned nur aushalten. Ein Trocknerprogramm, das früher fertig is, heißt: weniger Lärm, weniger Hitze im Sommer, weniger Stress rund um „Wer macht wann die Wäsche?“. Vielleicht redest drüber mit der Nachbarin, deiner Schwester, deinem Mitbewohner.
Und auf einmal wird aus so einem komischen Tipp aus einer Kommentarspalte oder beim Kaffee a Teil von einer sehr praktischen, sehr modernen Frage: Wie lebt ma gut, ohne dauernd Geld und Ressourcen zu verbrennen?

Du wirst die Welt ned verändern, nur weil du a trockenes Handtuch in den Trockner schmeißt. Aber vielleicht veränderst die Stimmung von einem Dienstagabend, die Höhe von der Monatsrechnung, oder dieses Gefühl, dass dir alles a bissl entgleitet. Das san genau die kleinen Haushaltsgriffe, die von außen unspektakulär ausschauen, sich aber im Hintergrund langsam summieren.
Vielleicht probierst es einmal und willst nimmer zurück. Vielleicht passt es dir an deinen Rhythmus an. Oder vielleicht sagst einfach wem: „He, da gibt’s so a komisches Ding, das wirklich funktioniert“ – und lässt die Person entscheiden, wie’s in ihren Alltag reinpasst.

Kernpunkt Detail Nutzen für die Leser:innen
Trockenes Handtuch beschleunigt das Trocknen Das Handtuch saugt in den ersten Minuten überschüssige Feuchtigkeit auf Kürzere Trocknerzeit und weniger Energie pro Ladung
G’scheit einsetzen Am besten bei schweren Ladungen, ein großes Handtuch, nach 15–20 Minuten rausnehmen Maximale Effizienz, ohne Gewand zu schädigen oder die Trommel zu überladen
Kleine Gewohnheit, Wirkung auf Dauer Regelmäßige Nutzung spart Stunden und reduziert Verschleiß an Stoffen und Maschine Weniger Wäsche-Stress, mögliche Ersparnis bei Rechnung und längere Gerätelebensdauer

FAQ

  • Funktioniert der trockene-Handtuch-Trick bei jedem Stoff?
    Am besten funktioniert er bei gemischten Ladungen und schweren Teilen wie Jeans, Sweatshirts und Handtüchern. Bei zarten, leichten Stoffen is der Zeitgewinn kleiner – und oft is es schonender, an der Luft zu trocknen oder im Schon-/Niedrigtemperaturprogramm ohne Handtuch.
  • Kann i mehr als ein trockenes Handtuch nehmen, damit’s noch schneller geht?
    Zwei oder drei Handtücher gehen meistens nach hinten los, weil die Trommel zu voll wird und die Luft schlechter zirkuliert. Ein großes, saugfähiges Handtuch reicht für die meisten Haushalts-Trockner und bringt das beste Verhältnis aus Aufnahme und Luftstrom.
  • Schadet der Trick dem Trockner oder der Wäsche langfristig?
    Richtig angewendet eher im Gegenteil: Kürzere Programme bedeuten weniger Hitzeeinwirkung und weniger mechanische Belastung. Probleme gibt’s nur, wenn du überlädst oder das Handtuch mit sehr empfindlichen Stoffen kombinierst, die ohnehin ned in ein Standardprogramm gehören.
  • Bringt das auch was, wenn i schon an modernen, energieeffizienten Trockner hab?
    Ja, vor allem bei voluminösen Ladungen. Moderne Geräte messen Feuchtigkeit besser, und das Handtuch hilft, den Punkt „trocken genug“ schneller zu erreichen. Oft beendet die Maschine dann früher – das spart trotzdem Zeit und a Stückerl Energie.
  • Welches Handtuch is fürs beste Ergebnis geeignet?
    Nimm a sauberes, trockenes, mittelgroßes bis großes Baumwoll-Badetuch. Mikrofaser kann auch gehen, aber klassische Baumwolle balanciert Saugkraft und Luftdurchlass meist natürlicher. Leg dir am besten ein fixes Handtuch neben den Trockner, damitst ned jedes Mal suchen musst.

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