Zum Inhalt springen

Es ist offiziell und positiv: Ab 12. Februar müssen Tankstellen diese neue Pflichtinformation an den Zapfsäulen anzeigen.

Person betankt Auto an moderner Zapfsäule bei sonnigem Wetter.

Später Nachmittag, die Tankwarnleuchte blinkt, und dieses vertraute Ziehen im Magen ist sofort da. Du biegst bei irgendeiner Tankstelle ein, schon genervt von den Preisen am riesigen Totem-Schild. Du schnappst dir die Zapfpistole, schaust nur flüchtig aufs Display der Säule und tankst los – ohne wirklich zu wissen, wofür du zahlst, außer „Preis pro Liter“ und einem Gesamtbetrag, der viel zu schnell nach oben schießt.
Neben dir runzelt wer die Stirn und versucht auszurechnen, was ein voller Tank beim alten Diesel pro 100 km kostet. Ein Seufzer, aufgegeben – und weg fährt er, mit dem unguten Gefühl, irgendwie übers Ohr gehauen worden zu sein.
Ab dem 12. Februar wird sich genau dieser Moment ändern.
Eine winzige neue Zeile auf der Zapfsäule wird still und leise die Spielregeln neu schreiben.

Ab dem 12. Februar erscheint eine neue Zeile auf der Zapfsäule

Wenn du nach dem 12. Februar das nächste Mal tankst, schau genau aufs Display oder auf das Etikett bei der Zapfpistole. Neben dem klassischen Preis pro Liter und der Treibstoffart taucht eine neue verpflichtende Info auf: die Treibstoffkosten pro 100 km, nach Antriebsart und Energie. Also nicht nur, was der Liter jetzt kostet, sondern was deine Fahrten in der Praxis wirklich kosten.
Auf dem Papier ist das eine Kleinigkeit. In der Realität ist es eine stille Revolution fürs Geldbörserl.

Stell dir eine ganz normale Szene vor: Eine Familie tankt ihren Benziner, bevor’s in die Semesterferien geht. Daneben hängt ein E-Auto am Schnelllader. Auf beiden Anzeigen steht ein vergleichbarer Preis pro 100 km. Plötzlich sprechen die Zahlen dieselbe Sprache: Euro für dieselbe Strecke – egal welche Energie.
Genau darauf zielt die neue Regel ab: ein direkter, visueller Vergleich zwischen Benzin, Diesel, Hybrid, Elektro – und wo verfügbar auch LPG. Kein Taschenrechner, kein Rätselraten, kein Kleingedrucktes.

Bis jetzt hat sich der Preiskampf am Liter abgespielt – mit großen „ab € 1,79“-Schildern. Klar, aber extrem unvollständig. Viele haben im Grunde eine Zahl gekauft, ohne zu begreifen, was das für einen Monat Pendeln oder ein Jahr Langstrecke bedeutet. Mit der verpflichtenden Anzeige der Kosten pro 100 km verschiebt die Regulierung den Fokus: weg vom Moment des Bezahlens, hin zu dem, wie du dein Auto tatsächlich nutzt.
Dahinter steckt eine Wette: Dass bessere Information Entscheidungen langsam beeinflusst – nicht über schlechtes Gewissen, sondern über nüchterne, sichtbare Zahlen.

Wie dir diese neue Information an der Zapfsäule wirklich hilft

Das Prinzip ist einfach: Für jede verkaufte Energieart müssen Tankstellen einen geschätzten Durchschnittspreis angeben, was 100 km mit einem typischen Fahrzeug kosten. Du siehst also auf einen Blick: 100 km mit Benzin kosten X Euro, mit Diesel Y Euro, mit Strom Z Euro.
Praktisch wird die Zapfsäule damit zu einer Art Sofort-Budgetrechner. Ein Blick nach oben – und dein täglicher Arbeitsweg hat plötzlich ein Preisschild in verständlicher Sprache.

Wir kennen das alle: Man überlegt zwischen zwei Treibstoffen oder fragt sich, ob Hybrid oder Elektro wirklich Geld spart. Bis jetzt hast du dafür Zeit, Tabellen und eine Portion Motivation gebraucht. Die meisten haben’s gelassen. Seien wir ehrlich: Das macht niemand jeden Tag.
Ab dem 12. Februar könntest du zum Beispiel sehen: 100 km im Benziner ungefähr € 11, im Diesel € 9, im E-Auto € 4–€ 5 – je nach verwendeten nationalen Durchschnittswerten. Das sind nur Richtwerte, aber direkt an der Zapfsäule wirken sie anders. Aus dem diffusen Gefühl „alles ist teuer“ werden konkrete Unterschiede, die Fragen aufwerfen.

Natürlich basieren diese Zahlen auf Standardverbräuchen und nationalen Durchschnittspreisen – nicht auf deinem exakten Modell oder deinem Fahrstil. Es wird immer Unterschiede zwischen Fahrer:innen und Regionen geben. Es geht nicht darum, dir ein maßgeschneidertes Angebot für dein Auto zu liefern, sondern einen gemeinsamen, vergleichbaren Richtwert für alle.
Die echte Neuheit ist: Dieser Richtwert entkommt Marketingsprüchen und landet dort, wo du zahlst – an der Zapfsäule, direkt vor deinen Augen, genau in dem Moment, wo du die Karte durchziehst.

Mit der neuen Anzeige wieder Kontrolle übers Tank-Budget bekommen

So kannst du daraus ganz konkret eine Alltagsroutine machen: Wenn du das erste Mal die Kosten pro 100 km siehst, mach schnell ein Foto mit dem Handy. Mach das bei ein paar verschiedenen Tankstellen, die du im Monat ansteuerst. Dann leg die Werte neben deine eigene Wochenkilometerleistung. Wenn die Säule z. B. € 10 pro 100 km für deinen üblichen Treibstoff zeigt und du fährst 300 km pro Woche, sind das € 30. Mal vier: rund € 120 im Monat als Basis.
Nicht wissenschaftlich, aber es verankert dein Budget in etwas Greifbarem statt im vagen „mein Tank hält nie lang“.

Viele werden versucht sein, abzuwinken: „Ich kann eh kein Auto wechseln, betrifft mich nicht.“ Das ist eine Falle. Auch mit deinem aktuellen Fahrzeug kann dich die Info zu kleinen, aber sinnvollen Entscheidungen bringen: eher zur etwas günstigeren Tankstelle fahren, wenn der Unterschied bei den 100-km-Kosten klar ist; Wege so planen, dass täglich weniger Strecke anfällt; Erledigungen bündeln.
Der größte Fehler wäre, nur auf den grellen Literpreis zu schauen und die neue Zeile darunter zu ignorieren. Genau darauf hoffen manche weniger sauberen Anbieter: dass die Zahl nur zum Abhaken da ist – nicht zum Verändern von Gewohnheiten.

„Sobald man den Leuten die echten Kosten für 100 km zeigt, hören sie auf, über ‚billige‘ oder ‚teure‘ Liter zu streiten, und denken in dem, was es im echten Leben bedeutet“, erklärt mir ein Mobilitätsforscher. „Das verschiebt die Diskussion von ‚Treibstoff ist zu teuer‘ hin zu ‚wie will ich diese € 200 im Monat eigentlich ausgeben?‘“

  • Fotografier das Display, jedes Mal wenn’s sich ändert – so baust du dir in ein paar Wochen eine Mini-Datenbank.
  • Notier einmal im Monat den Kilometerstand und vergleich ihn mit den 100-km-Kosten, um zu sehen, ob der Richtwert zu deinen realen Ausgaben passt.
  • Nutz den Abstand zwischen den Energien (Benzin/Diesel/Elektro) als Argument, wenn du über ein neues Auto oder Carsharing nachdenkst.
  • Schau, wie Tankstellen das platzieren: Manche werden die neue Zeile nutzen, um günstige Werte hervorzuheben, andere verstecken sie im Kleindruck.
  • Teil die Zahlen mit Familienmitgliedern, die das Auto auch fahren – damit allen klar ist, was diese Fahrten tatsächlich kosten.

Eine kleine Zahl, die große Gewohnheiten verschieben könnte

Allein eine neue Zeile auf der Zapfsäule wird die Welt nicht verändern. Du wirst weiterhin tanken müssen, über die Rechnung schimpfen und ein Budget jonglieren, das sich knapp anfühlt. Aber diese neue Pflichtinfo taucht genau in dem Moment auf, in dem Entscheidungen am stärksten spürbar sind: beim Bezahlen. Das könnte manche endlich dazu bringen, Treibstoffe ehrlich zu vergleichen – oder Elektro und Hybrid ernsthaft anzuschauen.
Und es könnte nebenbei Druck auf Anbieter machen, die hohe Margen versteckt haben, während sie sich hinter allgemeinen „Marktpreisen“ verschanzt haben.

Die neue Information sagt dir nicht, was du tun sollst. Sie bewertet weder dein Auto noch deinen Job noch deinen Arbeitsweg. Sie legt nur nebeneinander, was bisher über Ministeriums-Webseiten, Autoprospekte und Foren verstreut war. Für manche bleibt’s Hintergrundrauschen. Für andere ist es das fehlende Puzzleteil, das aus Frust einen Plan macht: Fahrgemeinschaft, beim nächsten Wechsel ein anderes Fahrzeug – oder einfach ein schärferer Blick auf die Zapfsäule.
Das Display ist kaum größer geworden. Aber ab dem 12. Februar sagt es deutlich mehr über dein Leben unterwegs.

Kernaussage Detail Nutzen für Leser:innen
Neue Pflichtanzeige Kosten pro 100 km müssen ab 12. Februar an Tankstellen angezeigt werden Sofortiger, konkreter Blick darauf, was Fahrten wirklich kosten
Vergleichbar über Energien Wert wird für Benzin, Diesel, Strom und andere Treibstoffe angezeigt Hilft, einen künftigen Wechsel von Auto oder Energieart abzuwägen
Alltags-Werkzeug fürs Budget Lässt sich mit deiner realen Kilometerleistung kombinieren, um Monatskosten zu schätzen Bringt Kontrolle und Übersicht übers Treibstoffbudget zurück

FAQ:

  • Frage 1: Was ändert sich ab dem 12. Februar genau an der Zapfsäule?
  • Antwort 1: Tankstellen müssen für jede verkaufte Treibstoff- oder Energieart geschätzte Kosten pro 100 km anzeigen – zusätzlich zum üblichen Preis pro Liter bzw. pro kWh.
  • Frage 2: Ist dieser Wert genau für mein Auto berechnet?
  • Antwort 2: Nein. Er basiert auf Durchschnittsverbräuchen je Fahrzeugtyp und nationalen Durchschnittspreisen. Es ist ein Richtwert zum Vergleichen, keine persönliche Berechnung.
  • Frage 3: Können Tankstellen entscheiden, das nicht anzuzeigen?
  • Antwort 3: Nein. Sobald die Regel gilt, ist die Anzeige verpflichtend. Bei Nicht-Einhaltung drohen Kontrollen und mögliche Strafen durch die Behörden.
  • Frage 4: Ändert das den Treibstoffpreis selbst?
  • Antwort 4: Nein. Der Preis pro Liter oder kWh bleibt gleich. Es ändert sich nur die Darstellung, damit du leichter siehst, was 100 km Fahren wirklich kosten.
  • Frage 5: Wie kann ich damit Geld sparen?
  • Antwort 5: Vergleiche die 100-km-Kosten zwischen Energien, tracke deine realen Kilometer und nutz die Unterschiede, um Routen, Fahrweise oder langfristig die Fahrzeugwahl anzupassen.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen