Zum Inhalt springen

Menschen, die sich von ihren Eltern entfremden, haben in der Kindheit oft diese 7 Dinge erlebt.

Frau im Zug mit Smartphone, Notizbuch, Kaffee und Foto am Tisch, während Landschaft vorbeizieht.

Im Zug scrollt a Frau um die dreißg durch ihr Handy

Im Zug scrollt a Frau um die dreißg durch ihr Handy, a Nachricht von „Mama“ leuchtet am Bildschirm auf. Sie schaut a Sekund lang drauf. Dann wird da Bildschirm schwarz. Sie macht’s net auf.

Rund um sie herum schreiben andere Fahrgäste in Familien-WhatsApp-Gruppen, schicken Herz-Emojis an Omas und kleine Neffen. Sie schaut weg, halb schuldig, halb erleichtert. Sie liebt ihre Eltern, sagt sie, wenn ma sie fragt. Sie kann halt net zu viel Zeit mit ihnen verbringen.

Es gibt ka großes Drama, ka g’schrieene Streitereien. Nur a leise, bewusste Distanz, die über die Jahre gewachsen is wie a Mauer, Stein für Stein.

Wenn du mit deinen eigenen Eltern a Ähnliches spürst: Du bist damit bei Weitem net allein.

Und diese Distanz hat sehr oft mit denselben sieben Kindheitserfahrungen begonnen.

1. Sie sind emotional net gehört worden

Manche Menschen haben net an Essen, G’wand oder an Fahrt zur Schule g’fehlt. Was g’fehlt hat, war wer, der wirklich zugehört hat. Als Kinder san’s heimkommen – aufgeregt, wütend oder traurig – und ham als Antwort g’hört: „Du übertreibst“ oder „Hör auf zum Weinen, des is eh nix“.

Also ham’s schnell g’lernt: Große Gefühle san da net erwünscht. Sie ham die Tränen runterg’schluckt, die Freude a bissl leiser g’dreht, die Wut in der Stille glatt g’strichen. Von außen hat’s ausg’schaut wie a braves, ruhiges Kind. Innen drin war’s a Dampfkochtopf.

Jahre später, als Erwachsene, rennen’s net heim, um den Eltern gute oder schlechte Nachrichten zu erzählen. Tief drin erwarten’s wieder dieselbe kalte Dusche.

Stell da an Achtjährigen vor, der nach der Schule heimkommt, weil er g’mobbt worden is. Er versucht zu erklären, was passiert is. Seine Stimme wackelt. Der Elternteil schaut kaum vom Fernseher auf und sagt: „Ignorier’s einfach, du bist zu empfindlich.“

Ka echte Fragen. Ka „Des hat sicher weh getan.“ Ka Umarmung.

Des Kind wird älter. Mit 26 kriegt er a Beförderung und die Kolleg:innen feiern. Sein Handy vibriert. „Und wann kaufst da endlich a Haus?“ is das Erste, was vom Vater zurückkommt. Net „I bin stolz auf di.“ Net „Wie geht’s da damit?“

Irgendwann hört er ganz auf, solche Nachrichten zu schicken. Net aus Bosheit. Aus Selbstschutz.

Wenn a Kind wiederholt emotional abgewertet wird, schreibt sich im Gehirn still a Regel ein: „Mei Innenleben zählt da net.“

Als Erwachsene wählen dieselben Menschen oft Distanz, um ihre Gefühle davor zu schützen, wieder klein gemacht zu werden. Sie bestrafen ihre Eltern net. Sie schützen ihr Recht, was zu fühlen.

So werden aus Sonntagsessen monatliche Anrufe. Und aus monatlichen Anrufen werden nur mehr Geburtstage. Jede ignorierte Emotion hat noch an unsichtbaren Meter Distanz dazug’legt.

2. Sie sind viel zu früh „parentifiziert“ worden

A gemeinsamer Faden bei Erwachsenen, die auf Abstand gehen, is der: Sie waren mehr a kleiner Partner oder a Mini-Therapeut als a Kind. Wenn Eltern ihre Sorgen abladen, über Geld schimpfen oder bei einer Zehnjährigen über die Ehe weinen, bricht innen drin was.

Des Kind trägt auf einmal erwachsenengroße Probleme mit am kindlichen Nervensystem. Es tröstet, richtet, beruhigt. Des wirkt reif. Die Leut sagen: „Du bist aber verantwortungsvoll für dein Alter.“

Aber innen drin hat der kindliche Teil nie wirklich existieren dürfen. Später kann’s sich, wenn’s bei denselben Eltern is, anfühlen wie a Rückkehr in a Rolle, die einen komplett auslaugt.

Stell da a Teenager-Mädl vor, das nachts wach liegt und auf die Haustür horcht. Die Mutter ruft an und sagt: „Sag’s deinem Vater net, aber i bin so depressiv, i weiß net, was i ohne di machen würd.“

Das Mädl wird zum emotionalen Anker der Familie. Sie sagt Treffen ab, bleibt daheim „nur für den Fall“. Sie kocht, hilft bei Formularen, erinnert den Vater an Termine. In der Schule loben Lehrer:innen sie, weil sie so „reif“ is.

Schnitt, fünfzehn Jahre später. Die Mutter ruft immer noch an, jetzt geht’s um Wehwehchen, Ängste und Einsamkeit. Die Tochter hebt ab – aber nach dem dritten 45‑Minuten-Anruf diese Woche drückt sie auf „Ablehnen“ und legt’s Handy mit dem Display nach unten. Die Schuld is schwer. Die Erleichterung is schwerer.

Wenn du für deine Eltern die emotionale Krücke warst, bringt das Erwachsensein a brutale Klarheit: Niemand hat deine Kindheit beschützt.

Distanz wird zu einem der wenigen Werkzeuge, um dieses Muster zu durchbrechen. „Nein“ zum zehnten „I muss nur kurz Dampf ablassen“-Anruf is net kalt. Es is a Grenze.

Und ganz ehrlich: A Leben voller Parentifizierung lernt ma net über Nacht ab. Aber jeder Schritt weg von der alten Rolle macht a bissl mehr Platz, endlich was anderes zu sein als „die Starke“.

3. Sie haben mit unberechenbaren Stimmungen gelebt

Viele Erwachsene, die ihre Eltern heute auf Armlänge halten, sind in Häusern aufgewachsen, wo das emotionale Wetter ohne Vorwarnung umschlagt. Frühstück friedlich, beim Abendessen gibt’s G’schrei oder eisiges Schweigen.

Du hast nie gewusst, welche Version von Mama oder Papa du kriegst. Also hast du gelernt, den Raum zu scannen: Atmung, Blick, wie die Schlüssel am Tisch aufschlagen. Du bist Profi worden im Lesen von Mini-Signalen.

So a Kindheit verschwindet net einfach; sie sitzt im Körper. Als Erwachsene kann sogar a simples „Wir müssen reden“ per SMS vom Elternteil das Herz rasen lassen.

A Bub kommt heim mit am B statt am A. Der Vater zuckt mit den Schultern: „Nächstes Mal machen ma’s besser.“ Im nächsten Monat bringt dieselbe Note a zugeschlagene Tür und „Du ruinierst dir die Zukunft!“

Nix Offensichtliches erklärt den Unterschied. Stress? Arbeit? Alkohol? Der Bub weiß es net. Er lernt nur: Die Regeln ändern sich ohne Warnung.

Mit 30 fährt er zu Feiertagen hin, bleibt höflich, redet übers Wetter. Aber echte Nähe? Eigene Sorgen teilen? Er riskiert’s net. Die Angst, dass a normales Gespräch in Wut kippt, steckt ihm noch immer in die Muskeln.

Unberechenbare Eltern verknüpfen Liebe still mit Stress. Der Körper verbindet „bei meinen Eltern sein“ mit einem dauernden, leisen Alarm. Als Erwachsener auf Abstand zu gehen is kein Drama – es is Nervensystem-Management.

Viele beschreiben diese Distanz ganz schlicht: „I bin ruhiger, wenn i sie net zu oft seh.“ Diese Ruhe is net Faulheit oder Lieblosigkeit. Es is das Gegenteil von „auf Eierschalen gehen“.

Für wen, der mit Explosionen gerechnet hat, kann Frieden eher Notwendigkeit als Luxus sein.

4. Sie sind für ihr echtes Selbst beschämt worden

Noch was, das viele teilen: Ein wesentlicher Teil von dem, wer sie sind, ist daheim verspottet, abgelehnt oder ausgelöscht worden. Ihre Sensibilität, ihre Hobbys, ihr Körper, ihre Identität, ihre Träume.

Vielleicht waren’s das kreative Kind in einer praktischen Familie, das Ruhige in einem lauten Haushalt, das queere Kind in einem starren Umfeld. Jedes Mal, wenn sie ihr echtes Selbst gezeigt haben, ist a Schmäh, ein Augenrollen oder a harter Kommentar gekommen.

Als Kinder haben’s versucht, sich in die „akzeptable“ Version zu verbiegen. Als Erwachsene wählen’s oft Distanz, um endlich so atmen zu können, wie sie sind.

Stell da an Buben vor, der Malen und Tanzen liebt. Der Vater nennt’s „Mädchensachen“, zerreißt in schlechter Laune seine Zeichnungen, macht bei jedem Essen Witze über „echte Männer“. Der Bub versteckt sein Skizzenbuch unter der Matratze.

Mit 19 zieht er in die Stadt, findet Freund:innen, die bei seinen Ausstellungen jubeln, in der ersten Reihe klatschen bei seinem ersten Auftritt. Dann kommt die eisige Nachricht: „Und wann suchst da a g’scheite Arbeit?“

Er ruft seltener an. Er kommt seltener zu Besuch. Net weil er seine Eltern hasst, sondern weil er jedes Mal, wenn er zurückgeht, spürt, wie die alte Scham wieder in die Brust kriechen will.

Sätze, nebenbei g’sagt, können Jahrzehnte im Kopf wohnen. Für den Körper, die Gefühle, Beziehungen oder den Glauben ausgelacht zu werden, hinterlässt a Narbe, die Weihnachtslächeln net ganz zudecken.

Als Erwachsener hast mehr Wahl, wer Zugang zu deinem echten Selbst kriegt. Distanz zu Menschen zu schaffen, die dich wiederholt beschämt haben, kann der erste echte Akt von Selbstrespekt sein.

Das schaut von außen net immer heroisch aus. Es schaut aus wie: nix erzählen. Besuch verschieben. A bissl früher auflegen. Kleine Bewegungen, große Bedeutung.

5. Sie haben sich körperlich oder emotional nie sicher g’fühlt

Für manche is die Distanz gar net subtil. Sie sind so bald wie rechtlich möglich weg, mit a Tasche und am stillen Versprechen: „I komm nie wieder zurück.“

Ihre Kindheit kann Gewalt beinhaltet haben, stundenlange Schreiduelle, zuschlagende Türen, geworfene Gegenstände oder Drohungen, die immer noch nachhallen. Selbst wenn keine Knochen gebrochen wurden: Das dauernde Gefühl von Gefahr gräbt sich tief ein.

Als Erwachsene erinnert sich der Körper. Der Geruch von einem bestimmten Aftershave, a Stimme, die lauter wird, sogar die alten Dielen im Gang können einen sofort zurückkatapultieren: klein und panisch.

Stell da an Teenager vor, der sich im versperrten Bad versteckt, während draußen zwei Erwachsene streiten. Er hält die Luft an, zählt die Sekunden, wartet, dass’s aufhört.

Jahre später wird dieselbe Person zu Weihnachten nach Hause eingeladen. Am Telefon klingen alle ruhig. „Des is vorbei“, sagen’s. Aber in dem Moment, wo sie reingeht, wird die Brust eng. Die Wände san wieder so nah. Sie schläft schlecht, zuckt bei Geräuschen zusammen, fühlt sich wieder wie 11.

Der Tag, an dem sie beschließt, Weihnachten mit Freund:innen zu verbringen, gilt in der Familie als „egoistisch“. Innen drin is es a riesiger, zitternder Schritt Richtung Sicherheit.

Wenn das Elternhaus unsicher war, is Distanz im Erwachsenenleben oft keine Wahl. Es is der einzige Weg, den jemand gefunden hat, um überhaupt zu funktionieren.

Man kann verzeihen. Man kann den Kontext verstehen, den Stress, die Geschichte. Aber Vergebung heißt net automatisch, dass ma jeden Sonntag gemeinsam am Tisch sitzt.

Sicherheit kommt zuerst – auch wenn niemand versteht, warum du net „einfach drüberstehst“. Diese leise Linie, die du ziehst, is manchmal das Einzige zwischen dir und alten Mustern.

6. Sie sind dauernd verglichen oder kontrolliert worden

A weichere, aber sehr reale Wunde is: unter am Mikroskop aufzuwachsen. Eltern, die Geschwister vergleichen, die zu jeder Note, jedem Outfit, jedem Freund und jeder Entscheidung was sagen, sehen den Schaden oft net.

Die Botschaft kommt klar an: „So wie du bist, reicht’s nie ganz.“ Also wird das Kind zum Performer und jagt Sternchen nach. Oder es rebelliert hart. In beiden Fällen baut sich das Selbstgefühl rund um das Urteil der Eltern auf.

Das Erwachsensein bietet a Fluchtluke. Distanz wird zum Weg, endlich die eigene innere Stimme zu hören – ohne dauerndes Kommentieren im Hintergrund.

Denk an a Mädl, das immer g’hört hat: „Schau da deinen Bruder an, der macht ka Probleme“ oder „Deine Cousine hat schon zwei Kinder, worauf wartest du?“ Sie bringt a B+ heim, und die Antwort is: „Deine Freundin hat a A g’habt, oder?“

Als erwachsene Frau verlobt sie sich. Die ersten Worte der Mutter: „Der Ring is aber a bissl klein, oder?“ Auf Social Media schreiben Leute: „Familie is alles, ihr seids sicher ur eng, du und deine Mama.“

Sie nickt, lächelt höflich. Dann zieht sie in eine andere Stadt und kommt dreimal im Jahr zu Besuch. Von außen schaut’s nach Karriere, Stress, viel zu tun aus. Sie weiß: Es geht auch darum, endlich frei atmen zu können, weg von dauerndem Vergleichen.

Wenn dein Wert wie a Zeugnis benotet wurde, kann Abstand heilsam sein. Du lernst, was du magst, wenn dich niemand bewertet.

Du probierst G’wand an, ohne schon a Kommentar im Kopf zu hören. Du datest, arbeitest, ruhst dich aus, erschaffst was – ohne den vertrauten Seufzer im Hinterkopf. Distanz schafft Raum für ein Selbst, das net rund ums Gefallen oder Rebellieren gebaut is.

Das is net undankbar. Das is endlich erwachsen werden – zu deinen Bedingungen.

7. Sie haben nie wirklich a Entschuldigung kriegt

Zum Schluss noch was, das viele teilen: Sie haben auf a Entschuldigung gewartet, die nie gekommen is. Net für jeden Fehler. Nur für die großen.

Wenn Eltern net sagen können: „I war falsch, i hab di verletzt, es tut ma leid“, bleibt der Schmerz vom Kind eingefroren. Wie a Buch, das ma net zuschlagen kann. Selbst wenn alle so tun, als wär’s vorbei, bleibt die Wunde unter den Familienschmähs offen.

Als Erwachsene hören manche auf zu warten. Die Distanz is net nur von den Eltern. Es is auch Distanz von der ständigen Hoffnung, dass sie diesmal endlich gesehen werden.

Stell da an Buben vor, der bei einem Familientreffen vom Vater öffentlich bloßgestellt wird. Alle lachen, niemand greift ein. Am nächsten Tag geht’s normal weiter. Ka Gespräch, ka Eingeständnis.

Zehn, fünfzehn Jahre später spricht er’s ruhig an: „Des hat ma wirklich weh getan.“ Der Vater zuckt: „Du bist zu empfindlich, des war nur a Schmäh.“ In dem Moment merkt der erwachsene Teil: Die Geschichte wird sich da nie ändern.

Er ruft noch zu Geburtstagen an. Er schickt Fotos von den Kindern. Aber er bringt sein tiefstes Selbst nimmer in diese Beziehung. Emotionale Distanz wird sein stiller Schutz für die Teile, die noch immer zart san.

A Entschuldigung kann Kindheit net umschreiben. Aber ihr Fehlen kann Menschen festnageln. Ohne Anerkennung fühlen manche, es gibt nur zwei Möglichkeiten: nah bleiben und weiter schlucken – oder zurücktreten und wieder Luft kriegen.

Wir kennen alle diesen Moment: wenn ma merkt, dass jemand, den ma liebt, einem vielleicht nie die Worte geben wird, die ma gebraucht hätt.

Manche wählen Nähe und radikale Akzeptanz. Andere wählen Liebe aus der Ferne. Beides is gültig – und keines löscht das Kind aus, das einmal bei der Tür gewartet hat auf a anderes Ende.

Distanz wählen heißt oft Überleben wählen

Wenn ma genau hinschaut, ziehen sich Erwachsene selten „aus heiterem Himmel“ von ihren Eltern zurück. Die Distanz is meistens geschichtet aus Jahren unsichtbarer Arbeit: reden wollen, sich anpassen, verzeihen, das „brave Kind“ sein.

Irgendwann wird der Preis fürs Nahbleiben zu hoch. Vor Besuchen steigt die Angst. Nach Telefonaten bricht der Schlaf z’samm. Alte Bewältigungsstrategien tauchen wieder auf. Der Körper sagt dauernd nein, während der Kopf Ausreden erfindet.

Zurückzutreten geht dann net nur ums Früher. Es geht um Gegenwart und Zukunft. Um die Art von Elternteil, Partner:in oder einfach Mensch, die sie ab jetzt sein wollen.

Manche, die das lesen, spüren a seltsame Erleichterung. Andere werden defensiv, traurig oder wütend. Alles davon ergibt Sinn. Familiengeschichten san nie einfach. Sie san voll Liebe und Verletzung, Loyalität und Selbstschutz, Sehnsucht und Grenzen.

Du musst net alle Bande kappen, um zu ehren, was du erlebt hast. Distanz kann emotional sein, net nur körperlich. Weniger Erwartungen. Kürzere Anrufe. Mehr „Nein“ dort, wo dein Körper früher automatisch „Ja“ g’sagt hat.

Die einfache Wahrheit is: Du darfst a Beziehung zu deinen Eltern so gestalten, dass sie di net zerstört – auch wenn’s rundherum niemand versteht.

Manche bauen später wieder was Weicheres auf, Stein für Stein, zu neuen Bedingungen. Andere net. Beide Entscheidungen tragen Trauer und Freiheit in sich.

Was viele verbindet, is diese leise Entscheidung: „Meine Kindheit hat mi geprägt, aber sie wird net die ganze Geschichte sein.“

Dort beginnt die echte Arbeit: net auslöschen, woher du kommst, sondern der Person, die du geworden bist, an sicheren Platz zum Leben geben – egal ob deine Eltern in diesem Raum täglich sind, einmal im Monat oder nur mehr in der Erinnerung.

Schlüsselpunkt Detail Wert für die Leser:innen
Emotionale Vernachlässigung Als Kind routinemäßig abgewertet oder net gehört worden Hilft zu verstehen, warum es sich unsicher anfühlt, Gefühle mit den Eltern zu teilen
Frühe Verantwortung Als Kind die Rolle von Elternteil, Therapeut:in oder Vermittler:in übernommen Normalisiert das Bedürfnis nach Grenzen und Erholung im Erwachsenenleben
Nähe neu definieren Distanz als Form von Selbstrespekt, net als Rache Gibt Erlaubnis, Beziehungen zu gesünderen Bedingungen aufzubauen

FAQ:

  • Is es „falsch“, wenn i auf Distanz zu meinen Eltern geh? Distanz is net automatisch richtig oder falsch. Es is a Reaktion darauf, wie sicher, respektiert und gesehen du dich fühlst. Nur du kannst das einschätzen.
  • Wie erklär i meine Distanz, ohne dass a Krieg ausbricht? Bleib bei deinen Bedürfnissen („I fühl mi besser, wenn…“) statt bei Vorwürfen. Du kannst ehrlich sein und trotzdem ruhig und knapp bleiben.
  • Was, wenn meine Eltern sagen, i bin undankbar? Du kannst schätzen, was sie dir gegeben haben, und dich trotzdem vor dem schützen, was di verletzt. Beides kann gleichzeitig wahr sein.
  • Können Beziehungen besser werden, nachdem ma Grenzen setzt? Ja. Manche Eltern passen sich langsam an, wenn’s merken, dass du’s ernst meinst. Andere wehren sich. Besserung is net garantiert, aber deine Klarheit wächst meist.
  • Brauch i Therapie, um damit umzugehen? Net jede:r. Aber viele erleben’s als lebensverändernd, Kindheitsmuster mit einer neutralen Fachperson aufzuarbeiten, die net Teil der Familiengeschichte is.

Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen